6 Tipps für deine Bewerbung im Gesundheitswesen 

 

Taking Notes by Cathryn Lavery

Bild: Cathryn Lavery, unsplash.com

 

Die Gesundheitsbranche steht für Bewerber vor rosigen Zeiten. Die Nachfrage nach ausgebildetem Personal und Fachkräften steigt, der Stellenmarkt ist gesund. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass vor allem in ländlichen Regionen Stellen nicht besetzt werden können. Schon jetzt wird ein Mangel an Fachkräften in der Branche beklagt. Je bekannter und renommierter die Klinik, desto höher ist natürlich die Konkurrenz durch andere Bewerberinnen und Bewerber. Wer Jobs im Gesundheitswesen sucht, hat auf jeden Fall gute Karten, wenn einige Bewerbungstipps berücksichtigt werden.

 

1. Je größer und bekannter ein Krankenhaus ist, desto größer ist für gewöhnlich die Konkurrenz an Bewerber.

Die Nachfrage nach Pflegepersonal ist seit Jahren steigend. Gerade bei großen Kliniken gehen nach einer Stellenausschreibung viele Unterlagen ein. Große Kliniken punkten mit vielen Abteilungen, die vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Krankenschwestern und -pfleger ermöglichen. Die Arbeitsbedingungen unterscheiden sich natürlich von Klinik zu Klinik. Die Grundregel, dass eure Chancen bei großen, bekannten Kliniken geringer sind, solltet ihr im Hinterkopf behalten (aber sie sollte euch auch nicht allzu sehr demotivieren!).

 

2. Personalverantwortliche kennen die gängigen Vorlagen, die im Internet zu finden sind, und beantworten diese meistens mit einer sofortigen Absage.

Wer sich für eine Stelle interessiert, sollte sich bei seiner Bewerbung Mühe geben. Dazu ist es wichtig, dass sich die Bewerbungsmappe von der Konkurrenz abhebt. Standardanschreiben aus dem Internet oder Massenanschreiben solltet ihr vermeiden. Achtet darauf eure persönliche Motivation im Anschreiben rüberzubringen.

 

3. Auch für Ärzte sind die Jobaussichten gut. Besonders in ländlichen Regionen sind viele Stellen für Ärzte und Ärztinnen unbesetzt.

Kliniken suchen ihre Ärzte nach Fachrichtungen, persönlichen Fähigkeiten und Stärken aus. Diese sollte der Bewerber dem Chefarzt in einem Anschreiben darlegen können. Assistenzärzte müssen in den Unterlagen genau begründen können, warum sie zu der Klinik passen, beziehungsweise warum sie ausgerechnet dort ihre Ausbildung absolvieren wollen. Für angehende Ärzte und erfahrende Ärzte gilt derselbe Grundsatz: Das Anschreiben sollte persönlich formuliert werden und unbedingt an den Praxisinhaber oder den Chefarzt des Klinikums adressiert sein. Die Berufsaussichten für Mediziner sind gut. Neben den gängigen Unterlagen wie Anschreiben und Lebenslauf gehören Zeugnisse und Angaben über die Approbation in die Unterlagen.

 

4. Benutzt mehrere Quellen für Stellenausschreibungen

Im Internet gibt es viele Stellenbörsen, in denen Bewerber für die Gesundheitsbranche gesucht werden (hallo, schön, dass ihr hier seid ;-)). Auch die Homepage von Kliniken enthalten oft Stellenangebote. Die örtliche Zeitung enthält ebenfalls Stellenanzeigen. Die meisten Ausschreibungen findet man dort für gewöhnlich am Mittwoch und am Samstag. Initiativbewerbungen sind natürlich auch möglich. Allerdings ist es ratsam, bei der Personalabteilung kurz anzurufen, ob Initiativbewerbungen Sinn machen oder nicht. Personalvermittlungen können ebenfalls weiterhelfen, wenn es um das Finden der perfekten Stelle geht.

 

5. Menschliche Stärken sind in der Gesundheitsbranche besonders wichtig.

Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern müssen sich in Patienten einfühlen können. Sie sind Kommunikatoren, die mit unterschiedlichen Patienten und Angehörigen zu tun haben. Deshalb ist es wichtig, in einer Bewerbung auch die „weichen“ Fähigkeiten, die sogenannten Softskills, zu erläutern. Auf die lose Aneinanderreihung von Charaktereigenschaften solltet ihr verzichten. Besser ist es, Eigenschaften wie „einfühlsam, teamfähig und zuverlässig“ mit Beispielen zu belegen. Dennoch ist auch die fachliche Komponente nicht unwichtig. In die Unterlagen gehören Angaben über die Schul- und Berufsausbildung, aber auch über Fortbildungen. Fortbildungen sind im Gesundheitswissen wichtig und zeigen dem künftigen Arbeitgeber, dass eure Fachkenntnisse kontinuierlich gepflegt wurden. Noch ein Wort zu Noten: Noten sind in der Gesundheitsbranche nicht alles. Es kommt vor allem auf die fachlichen Qualifikationen und die persönlichen Stärken an. Es gilt dennoch, eine vollständige Mappe abzuschicken.

 

6. Das A und O: Über die Praxis oder Klinik umfassend informiert sein

Wer eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommt, hat schon die halbe Miete auf dem Stellenmarkt gewonnen. In der Regel werden zwar mehrere Anwärter pro Stelle zu einem Gespräch eingeladen, aber es ist ein klares Signal, dass der potentielle Arbeitgeber Interesse hat. Umso wichtiger ist es natürlich, sich auf ein Vorstellungsgespräch gut vorzubereiten und die Chance zu nutzen. Dazu zählt, dass man sich über die Praxis und Klinik umfassend informiert. Welche Behandlungen werden angeboten? Welche Ärzte sind hier tätig? Welchen Schwerpunkt hat die Klinik? Diese und andere Fragen solltet ihr beantworten können.

 

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